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Montag | 10.12.2018 

Die Künsterlin
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Angelika Hecht-Schneewolf, geboren 1948 in Oberhausen...
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Hatten die Bilder am Anfang meiner künstlerischen Entwicklung in den meisten Fällen noch eine relativ eindeutige Erfassbarkeit...
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banner_philosophie.jpg (20098 bytes) Hatten die Bilder am Anfang meiner künstlerischen Entwicklung in den meisten Fällen noch eine relativ eindeutige Erfassbarkeit, so arbeitete ich im Laufe der Jahre immer mehr auf eine zwar vorhandene, aber nicht unmittelbar wahrnehmbare Vielschichtigkeit der optischen Wirklichkeiten hin.
Polydimensionale Bilder

Nicht jedes Material hat das Potential dazu, aber in immer mehr Bildern aus der letzteren Schaffensperiode ist es gelungen, den Betrachter mit einer Illusion zu konfrontieren.Das Bild, das er sieht, ist nicht das Bild, das es ist. Welche Form des Bildes er sieht, hängt vom Zusammenwirken folgender Faktoren ab:

a)   mit der Veränderung des Blickwinkels des Betrachters, indem er im Raum unterschiedliche Positionen zum Bild einnimmt , kann

b)   er verschiedene Möglichkeiten erfahren, in denen sich das Bild vermittelt

c)   mit dem Weglassen oder Hinzuziehen von Licht überhaupt sowie auch

d)   über verschiedene Positionen und Einstrahlwinkel der Lichtquelle verändert sich die Bildwirklichkeit.

Das bedeutet zusammengefasst, dass sich die unterschiedlichen Wahrnehmungsdimensionen dem Betrachter nur erschließen, wenn er die traditionelle frontale Position der Bildbetrachtung aufgibt und seine Position im Raum als auch mitunter seine Körperhaltung gegenüber dem Bild verändert. Zusätzliche Veränderungen der Beleuchtungseinflüsse eröffnen noch weitere Entdeckungen in der Bilderscheinung und Wahrnehmung.

Um das Potential dieser verschiedenen Wahrnehmungsebenen zu entdecken und aus dem Material herauszuarbeiten, war eine Reihe von Entwicklungsjahren notwendig, so dass die Bilder aus den früheren Epochen diese Effekte zum Teil gar nicht und zum Teil in noch recht geringem Maße aufweisen. Auch die Anzahl der potentiellen Möglichkeiten mehrschichtiger Bildwahrnehmung ist von Arbeit zu Arbeit unterschiedlich.

Da eine Kamera nur die augenblickliche, subjektiv gewählte Position des Fotografierenden, nicht aber auch gleichzeitig die anderen im Bild enthaltenen Möglichkeiten wiedergibt, zeigt die Fotografie nur eine der potentiellen Bildwirklichkeiten. Was die fotografische Wiedergabe ebenfalls nicht leisten kann , ist das sinnliche Erleben durch die haptische und taktile Beschaffenheit des Trägermaterials der Farbe.

Je nachdem, ob sich die Arbeiten unter einer Glasplatte befinden oder ohne Glas einen mehr reliefartigen Charakter haben, wirken sie geheimnisvoller oder (scheinbar) leichter zugänglich.

Meine Bilder sind ungegenständlich und nie als Abbildung einer sichtbaren Umwelt gedacht. Zunächst als nonverbaler Ausdruck des subjektiven Unbewussten geschaffen lösen sie im Betrachter eigene Assoziationen und emotionale Reaktionen aus dessen Unterbewusstsein aus. Diese können den Bildern weitere Interpretationsebenen hinzufügen, die in der aktuellen emotionalen Erlebenssituation der Künstlerin weder im Vordergrund steht noch während des kreativen Prozesses abrufbar ist, für den Betrachter im Bild aber potential vorhanden ist. Dieser Umstand hebt die Bilder aus einem subjektiven Bilderleben auf eine allgemeinere Bedeutungsebene hinauf.

Eine große Schwierigkeit liegt vorab im Auffinden von geeignetem Material, das das Potential für die Schaffung von Wahrnehmungsillusionen in sich trägt.

Eine weitere Schwierigkeit liegt darin, dem Material diese Facetten über die Bildkomposition abzuringen. Das Material bleibt bei diesem Kampf übrigens letztendlich der Sieger, weshalb die jeweilige Bildkomposition über das Materialarrangement nicht wiederholbar ist.

Eine entscheidende Größe im Zusammenspiel ist das Licht. Bei Tageslicht erscheinen manche Bilder grau, silbern oder schwarz-weiß und offenbaren erst bei Kunstlicht das Vorhandensein der gesamten Spektralfarbpalette. Alle Bilder sind ausschließlich bei Kunstlicht entstanden und erreichen auch damit erst ihre volle Brillianz. Die unterschiedlichen Ausstrahlungsebenen, die das Bild in sich birgt, sind bei unterschiedlichen Beleuchtungsquellen von künstlichem Licht am ehesten entdeckbar sowohl bei der Herstellung als auch bei der Betrachtung. Deshalb bedarf der Ort, an dem das Bild aufgehängt werden soll, Lichtquellen, die sich eignen, dem Bild seine Geheimnisse zu entlocken.

Die sich unter Glas befindlichen Stoffe sind nur gelegt, nicht durch Kleben oder Nähen fixiert und werden nur durch den Bildhalter in ihrer Lage gehalten. Wer den Rahmen öffnet, zerstört das Bild unwiederbringbar. Die Technik bei den Bildern ohne Glas oder Rahmen ist anders. Doch auch für diese Bilder gilt: ein jedes ist ein Unikat und nicht wiederholbar. Selbst wenn ich es versuchen würde, mein eigenes Bild zu kopieren, würde sich das Material nie zweimal gleich verhalten.

Ein besonderes Problem stellt für mich die Erwartung des Betrachters hinsichtlich eines Bildtitels dar. Bei einem Großteil der Arbeiten habe ich auf einen solchen verzichtet, um den Betrachter nicht in seinem Dialog mit dem Bild einzuschränken oder seine Neugier auf den bildnerischen Inhalt in bestimmte Richtungen zu lenken und zu fixieren. Die Bilder stellen keine Abbildung der sichtbaren Wirklichkeit dar. Wenn sich wie bei einem geringeren Teil der Arbeiten eine bildhafte Assoziation aufdrängt versehe ich diese auch mit entsprechenden Titeln, wie z.B. „Die Wolfsfrau" oder "Undercover"

Niemals gestalten sich die Bilder ohne Musik, wobei man nicht von einem Umsetzen der Musik ins Bildhafte sprechen kann. Eher stellt ganz unterschiedliche Musik den Katalysator für den kreativen Prozess .In den meisten Fällen haben die Bilder keine Titel, weil sie selbst das Medium sind und das, was sie übermitteln, nicht durch eine verbale Interpretationshilfe vorweggenommen oder vereinfacht werden soll. Vielmehr möge sich der Betrachter Zeit lassen und sich auf ein Zwiegespräch mit dem Bild einlassen, um hinter der zunächst auf ihn einwirkenden Ästhetik von Material und Farben eine emotionale Dimension zu erspüren.

Vor zwölf Jahren begann mein künstlerischer Werdegang zunächst mit farbigen Flächenkompositionen, die wohldurchdachten und ausgefeilten Gestaltungsregeln gehorchten und auf formale Spannungen angelegt waren. Inzwischen habe ich aber eine Bildsprache entwickelt, die über den oben verwandten Arbeitsbegriff „Farbcollagen" hinausgeht. Das Entdecken, Erfahren, manchmal auch nur Erahnen, das Hinterfragen, Relativieren, Sichhingezogen- oder auch auf Distanzgehalten-Fühlen von vertrauten und fremdartigen Menschen und Landschaften auf Reisen durch fünf Kontinente findet in meinen Bildern ihren emotionalen Ausdruck. Über die starke Sinnlichkeit des mitgebrachten Materials vermittelt sich Geheimnisvolles, Beängstigendes, Mystisches, Zauberhaftes, Erotisches und Traumhaftes, in das der Betrachter seine eigene Welt mit einbringen kann.

Obwohl die Fotos für die Galerie von einem professionellen Photografen gemacht worden sind, reicht ihr Eindruck nicht an den Erlebensprozess des Individuums im Zwiegespräch mit dem Bild heran.

 

Angelika Hecht-Schneewolf

Die Künstlerin zum Bild
Spark (1996)
Hier steht dann, was sich die Künstlerin bei dem Bild gedacht hat, oder aus welchem Anlass Sie es gemacht hat, das ganze ist aber auf ca. 160 Zeichen ...mehr
Termine
posticon.gif (79 bytes) Textilkunstausstellung Krefeld - 15.10.2003
Ausstellung mit der Internationalen Textilkunstgruppe Krefeld in der neuen Galerie des Hauses Horten in Krefeld.
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posticon.gif (79 bytes) Ausstellung - 01.09.2003
Internationale Ausstellung im Textilmuseum Chieri in Italien. Die Ausstellung läuft von September bis November.
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posticon.gif (79 bytes) Bukarest - 03.12.2003
Teilnahme an der 4. Triennale internationaler Textilkunst vom 3. - 21. Dezember 2003 in Bukarest, Rumänien
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